Vitamin D

Die Prozentzahl zeigt an, wieviel Prozent der entsprechenden Patientengruppe in den Vitamin-D-Messbereichen liegen.

Neben den klassischen Ursachen für die Entstehung einer Polyneuropathien, zu denen der Diabetes mellitus und Alkoholmissbrauch gehören, kann auch nahezu jeder Vitaminmangel eine Polyneuropathie auslösen, ebenso ein Defizit an Spurenelementen. Das Diagnostische Centrum für Mineralanalytik und Spektroskopie DCMS GmbH hat in Zusammenarbeit mit dem Internationale Institut für Erfahrungsheilkunde untersucht, ob es Anhaltspunkte dafür gibt, dass bei Polyneuropathie-Patienten vermehrt Mikronährstoffdefizite vorkommen. An der Studie nahmen ca. 30 Polyneuropathie-Patienten teil, als Kontrollgruppe dienten 17 gesunde Personen mit gleicher Altersstruktur und Geschlechterverteilung wie in der Polyneuropathie-Gruppe.

Insgesamt wurden 35 Mikronährstoffe bestimmt, darunter 23 Aminosäuren. Die Auswertung der Daten zeigte, dass bei den Polyneuropathie-Patienten die Mikronährstoffkonzentrationen teilweise erheblich niedriger waren als bei den gesunden Kontrollpersonen, zum Beispiel bei den Vitaminen C, D3 und B12 sowie bei Magnesium, Arginin, Cystein, Serin und Taurin. Bei jedem der erwähnten Mikronährstoffe ist sich ein enger Zusammenhang zum Nervenstoffwechsel bekannt. Vitamin B12 ist unerlässlich für die Bildung von Nervenscheiden. Vitamin D3 ist ein Nervenschutzfaktor, Vitamin C kann den oxidativen Stress vermindern, der zu Nervenschäden führen kann. Die Aminosäure Arginin spielt eine wichtige Rolle für die Regulierung der Durchblutung der Nervenzellen. Taurin zum Beispiel ist wichtig für den Schutz der Nervenzellen gegen die Schäden durch Überzuckerung.

Die Kurzstudie gibt also wichtige Hinweise, dass bei Patienten mit einer Polyneuropathie die Mikronährstoffversorgung nicht optimal ist. Zur Verbesserung und Stabilisierung des Nervenstoffwechsels sollte also eine Mikronährstoffanalyse durchgeführt werden, als Basis für eine gezielte Supplementierung. Dieser Behandlungsansatz ist auch sinnvoll und zielführend, zumal übliche schulmedizinische Behandlungsansätze nur auf eine Schmerzlinderung abzielen.

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