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Wissenschaftler der University of Wyoming und ein schwedischer Wissenschaftler publizierten im August 2015 einen Fachartikel, der sich mit alternativen Möglichkeiten zur Behandlung neuropathischer Schmerzen beschäftigte.

In verschiedenen Studien erwies sich Acetyl-L-Carnitin (ALC) als wirksam bei der Behandlung verschiedener Neuropathieformen, z.B. bei diabetischer Neuropathie und bei Neuropathien infolge einer HIV-Infektion. ALC wurde gut toleriert und zeigte in den Studien nur wenige Nebenwirkungen. Allerdings empfehlen die Autoren der Studie, dass ALC nicht eingenommen werden sollte bei gleichzeitiger Einnahme von Antikoagulantien.

Auch zur Alpha-Liponsäure gibt es mehrere Studien. Alpha-Liponsäure reguliert endogene Antioxidantien wie die Vitamine C und E sowie Glutathion. Durch eine Therapie mit Alpha-Liponsäure könnte das Voranschreiten einer diabetischen Neuropathie verlangsamt werden.

Mängel der Vitamine B1, B6, B12 und Folsäure können Auslöser einer Polyneuropathie sein. Die Korrektur von Mängeln verbessert häufig die Symptome. Bei Patienten, die Metformin einnehmen, sollte an einen Vitamin-B12-Mangel gedacht werden. Die fettlösliche Vitamin-B1-Form Benfotiamin erwies sich sowohl bei der diabetischen wie auch der Alkohol-toxischen Polyneuropathie als effektiv. Die Zugabe von einer Vitamin-B-Kombination aus Methylfolat, Pyridoxal-5-Phosphat und Methylcobalamin zu anderen Medikamenten verbesserte die Symptome der diabetischen Neuropathie. Eine Vitamin-B-Supplementierung wurde gut vertragen. B-Vitamine als adjuvante Therapie zeigten eine bessere Wirksamkeit als die ausschließliche Gabe von üblichen neurologischen Medikamenten.

Gamma-Linolensäure ist eine Omega-6-Fettsäure und wichtiger Bestandteil von Nervenzellmembranen. In zwei Placebo-kontrollierten Studien zeigte eine Supplementierung von Gamma-Linolensäure in Form von Nachtkerzenöl einen günstigen Effekt auf die Symptomatik der diabetischen Polyneuropathie. Auch eine Magnesiumsupplementierung scheint das Voranschreiten der diabetischen Polyneuropathie zu verlangsamen.

Referenz:
Onysko M et al.: Targeting neuropathic pain: consider these alternatives. J Fam Pract. 2015 Aug;64(8):470-5.

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