Mikronährstoffanalyse bei Polyneuropathie
Eine sinnvolle alternative Behandlungsform bei Polyneuropathie ist die Mikronährstofftherapie. Sie greift auf sanfte Weise in den Stoffwechsel ein und kann die Funktionen des Nervensystems ohne Nebenwirkungen unterstützen und so die Beschwerden der Erkrankung mildern. Es gibt hier verschiedene Ansatzpunkte: Mikronährstoffe spielen eine große Rolle für die Weiterleitung der Nervenimpulse. Aus Aminosäuren wie z.B. Tryptophan, Glutamin, Tyrosin oder Serin werden mit Hilfe anderer Cofaktoren wie B-Vitaminen die so genannten Nervenbotenstoffe gebildet. Die Qualität der Ummantelung der Nervenzellen, die so genannte Myelinscheide, die hauptsächlich aus Cholin und verschiedenen Fetten besteht, ist ein wesentlicher Faktor für eine reibungslose Reizweiterleitung. Sie isoliert die Nervenfaser und schützt vor falscher Übermittlung. Zum Aufbau und zum Schutz des Myelins wird u.a. Vitamin B12 benötigt. Ein Mangel der Vitamine B12 und Folsäure wurde bereits mit verschiedenen Varianten einer Neuropathie in Verbindung gebracht.
Polyneuropathie und Therapie mit Mikronährstoffen
Die Polyneuropathie zählt zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Bei dieser Störung sind die peripheren Nerven beschädigt. Das sind jene Nervenbahnen, die außerhalb des zentralen Nervensystems, also außerhalb des Gehirns und des Rückenmarks, den gesamten Körper betreffen. Dabei können sensorische Nervenfasern, die Nervenimpulse zu Sinnesorgane weiterleiten, ebenso geschädigt sein wie motorische, die für die Bewegungssteuerung zuständig sind, oder solche des vegetativen Nervensystems, welche die Funktion der Organe steuern.
Deshalb sind auch die Symptome, je nach Schweregrad der Erkrankung, unterschiedlich. Viele klagen über Kribbeln in den Beinen, über Taubheitsgefühl in den Extremitäten, über Schmerzen, Ameisenlaufen oder schlimmstenfalls über Lähmungserscheinungen.
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Orthomolekulare Therapie bei Neuropathie
Polyneuropathien sind Erkrankungen der peripheren Nerven, die motorische, sensible und vegetative Nervenfasern betreffen können. Am häufigsten tritt die Erkrankung an den Händen und Füßen auf. Sie beginnt meist mit Kribbeln, Ameisenlaufen, unangenehmen Temperaturempfindungen und anderen Sensibilitätsstörungen, die an den Füßen oft strumpfförmig und an den Händen oft handschuhförmig auftreten. Die Nerven weisen krankhafte Veränderungen auf, z.B. Läsionen der Markscheiden, Degeneration der Nervenzellkörper und -axone oder entzündliche Veränderungen der Nervengefäße.
Polyneuropathien können durch eine Vielzahl von Grunderkrankungen ausgelöst werden. In Europa sind der Diabetes mellitus und die Alkoholkrankheit die mit Abstand häufigste Ursache. Auch Infektionskrankheiten wie die Borreliose können zu einer Polyneuropathie führen. Ein weiterer Auslöser kann eine Belastung mit neurotoxischen Umweltgiften wie z.B. Blei, Arsen, Pestizide sein. Es sind auch verschiedene Polyneuropathieformen bekannt, die durch einen Vitaminmangel ausgelöst werden, insbesondere durch einen Mangel and den Vitaminen B1, B2, B3, B6, B12 und Folsäure.
Polyneuropathie und Mikronährstoffe
Gezieltes Vorgehen erforderlich
Die Polyneuropathie ist eine Erkrankung des peripheren Nervensystems, bei der meist mehrere Nerven betroffen sind und die eine systemische Ursache hat. Die zwei häufigsten Ursachen der Polyneuropathie in Europa sind Diabetes mellitus mit 30 Prozent und die Alkoholkrankheit mit 25 Prozent. Insgesamt sind ca. 600 Ursachen für eine Polyneuropathie beschrieben worden. Es gibt verschiedene hereditäre Formen, z.B. die neurale Muskelatrophie Charcot-Marie-Tooth. Rund fünf Prozent der Polyneuropathien treten im Rahmen von Infektionskrankheiten auf; hier sind besonders Borreliose und Lepra zu erwähnen. Zahlreiche Umweltgifte und Medikamente können zu einer toxischen Polyneuropathie führen, dazu zählen Schwermetalle wie Arsen, Thallium oder Blei und verschiedene Medikamente wie Chromoglicinsäure, Antidepressiva, Antirheumatika und Thyreostatika. Auch im Rahmen einer Tumorerkrankung als paraneoplastisches Syndrom oder infolge einer Zytostatikatherapie kann eine Polyneuropathie auftreten.




